Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne®

mifegyne_packung_01.jpg Opakowanie pigułka aborcyjna Mifegyne® ist ein Medikament, welches die Wirkung des Gelbkörperhormons (Progesteron) aufhebt. Durch die Einnahme wird eine Schwangerschaft abgebrochen, ähnlich wie bei einem Spontanabort. Mifegyne® ist während der ganzen Schwangerschaft sehr wirksam. Es ist jedoch zwei Tage später die Gabe eines anderen Hormones, eines Prostaglandins, notwendig, welches die Gebärmutter dazu anregt sich zusammenzuziehen und zur Ausstoßung des Fruchtsackes führt. Falls die Frau den Fruchtsack sehen möchte muss sie genau in die Binde, bzw. die Toilette sehen.

Wie funktioniert der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch?

Die Einnahme von Mifegyne®, gefolgt von einem Prostaglandin zwei Tage später, beendet eine Schwangerschaft in etwa 98 % der Fälle. Nach der Einnahme des Prostaglandins kann es zu Unterbauchschmerzen kommen. Die Schmerzmittel gegen Regelschmerzen sind auch in dieser Situation sehr wirksam. Wir empfehlen Schmerzmittel frühzeitig einzunehmen. Gerne können Sie nach der Einnahme des Prostaglandins einige Stunden im Ambulatorium bleiben. Falls Sie sich dazu entschieden haben, die Tabletten zuhause einzunehmen, sollten Sie Schmerztabletten zuhause haben.

Diese Abtreibungsmethode ist in Österreich und den meisten anderen West-Europäischen Ländern für folgende Situationen zugelassen:

  • im Rahmen einer freiwilligen Abtreibung bis zur 9. Woche (Gerechnet ab dem 1. Tag der letzten Regel.)
  • für den Spätabbruch in einem Krankenhaus aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit
  • zur Öffnung des Muttermundes vor einem chirurgischen Schwangerschaftsabbruch.

Ferner ist das Medikament auch sehr wirksam für andere Situationen, wie Geburtseinleitung, bei Myomen, Endometriose, einer bestimmten Art von Gehirntumor (Meningeom) und bestimmten Art von Brustkrebs. Für diese Situationen ist Mifegyne® jedoch derzeit noch nicht zugelassen.

Der Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne® ist ein Prozess, der ein paar Tage andauert. Sie behalten die Kontrolle über Ihren Körper und erleben diesen bewusst. Damit können Sie auch Ihre möglicherweise falschen Vorstellungen von dem Eingriff korrigieren.

Gegenüberstellung von chirurgischem und medikamentösem Schwangerschaftsabbruch

Die Kosten für eine medikamentöse Abtreibung

In Österreich werden die Kosten des Abbruchs leider nicht von der Krankenkasse übernommen und die Frau muß dies selbst bezahlen.
(In allen anderen Westeuropäischen Ländern wird der Abbruch bezahlt, zumindest für Jugendliche und sozial schwache Frauen. Ausnahmen sind Irland, Liechtenstein, Malta und Monaco, wo der Abbruch verboten ist.)

Für einen Schwangerschaftsabbruch verrechnen wir pauschal und ohne zusätzliche Kosten, unabhängig davon welche Methode angewendet wird:

Bis zur 10. Schwangerschaftswoche € 530,-
Ab der 10. bis zur 14. Woche € 570,-

Darin sind alle Kosten enthalten, einschließlich einer Bestimmung der Blutgruppe falls notwendig und die sogenannte Rhesusspritze für Frauen mit der Blutgruppe Rhesus negativ.
(Bankomatkasse im Gynmed Ambulatorium Wien)

In diesen Kosten sind folgende Leistungen enthalten:

  • Beratung bezüglich der ungewollten Schwangerschaft
  • Beratung zur Methode, um die für Sie geeignetste zu finden
  • Medikamente beim medikamentösen Abbruch oder
  • der chirurgische Eingriff inkl. Anästhesie (Vollnarkose oder örtliche Betäubung)
  • Bestimmung der Blutgruppe und für den Fall, dass Sie Rhesusfaktor negativ sind die Rhesusspritze
  • Nachbetreuung