Kliniken Spätabbrüche

In Österreich ist ein Spätabbruch nach dem 3. Monat nur möglich, wenn ein medizinischer Grund vorliegt, z.B. eine schwere Fehlbildung des Embryos, ein schweres gesundheitliches Problem der schwangeren Frau oder die Frau war zum Zeitpunkt der Entstehung jünger als 14 Jahre.

Die Einschätzung ob eine vorliegende Fehlbildung ’schwerwiegend’ im Sinne des Gesetzes ist oder nicht, wird von den behandelnden ÄrztInnen vorgenommen. Wenn sich Frauen/Paare, die sich nicht in der Lage sehen ein schwer behindertes Kind anzunehmen und die Verantwortung zu übernehmen, wohlüberlegt für einen Abbruch entscheiden, bleibt sie in vollem Ausmaß auf die Kooperation der behandelnden ÄrztInnen angewiesen. Häufig haben Krankenhäuser sog. ‚Ethikkommissionen’ eingerichtet, welche entscheiden ob ein Abbruch durchgeführt wird oder nicht. Für diese Kommissionen gibt es jedoch keinerlei gesetzliche Grundlage. Somit ist deren Tätigkeit und deren Entscheidungen vollkommen willkürlich. Darüberhinaus gibt es eine Absprache untern den Ärzten in Österreich einen Spätabbruch bei Frauen, die von einem anderen Arzt betreut wurden, abzulehnen.

Jedes Jahr sind 100-200 Frauen aus Österreich gezwungen ins Ausland zu einem Spätabbruch zu fahren, weil ihnen in ihrem eigenen Land die notwendige Hilfe verweigert wird.

Nach Ablauf des 3. Monats (nach der 14. Woche) bieten noch folgende Kliniken in Holland, Großbritannien und Schweden einen Schwangerschaftsabbruch an:

Abbrüche in Österreich